Industrieanleihen - Infos zur Geldanlage in Industrieanleihen und was bei einer Industrieanleihe beachtet werden sollte.
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Industrieanleihen - das wichtigste zur Industrieanleihe

Industrieanleihen sind Anleihen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Industrieanleihen sind auch unter dem Begriff Industrieobligationen oder Industrie-Schuldverschreibungen bekannt.

Bei diesen Anleihen handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, die von den Industrieunternehmen emittiert werden.
Die Industrieanleihen werden von Industrieunternehmen in Form von Anleihen heraus gegeben, um Bankkredite für die Finanzierung bestimmter Investitionen zu vermeiden.

Durch die Herausgabe der Anleihen entsteht eine Verlagerung der Verschuldung – weg von der Bank und hin zu einzelnen Geldgebern. Industrieanleihen werden auch als Corporate Bonds bezeichnet. Diese Wertpapiere erzielen teils bis zu 6 Prozentpunkten mehr an Renditen als Bundesanleihen.

Industrieanleihen bieten einfach mehr Flexibilität und höhere Renditechancen kombiniert mit viel Sicherheit. Industrieanleihen zählen zu den langfristigen Investitionen und sind nicht dazu geeignet, innerhalb kurzer Zeit schnelles Geld zu verdienen. Die Laufzeiten der Industrieanleihen liegen zwischen zehn und teilweise sogar zwanzig Jahren.

Ein Industrieunternehmen kann diese Anleihen jedoch nur mit Genehmigung des Bundesfinanzministeriums heraus geben. Die Sicherheiten bei den Industrieanleihen sind Grundschulden, bzw. Hypotheken. Aber auch die Bürgschaft eines erstklassigen Unternehmens zählt als Sicherheit. In diesen Fällen spricht man von gesicherten Schuldverschreibungen. Als ungesicherte Schuldverschreibungen werden die Anleihen bezeichnet, die keine Eintragung einer Grundschuld oder einer ähnlichen Absicherung benötigen. Hier haftet das Unternehmen nur mit dem Vermögen und dem guten Namen.
Bei inländischen Firmen, die einen hohen Bekanntheitsgrad haben, ist die Gefahr eines Konkurses eher gering. Ausländische Schuldner dagegen können da nur schwer eingeschätzt werden. Deshalb sollte man sich vor dem Erwerb von Industrieanleihen genauestens informieren und nicht nur von der Rendite ausgehen.
Möchte man die Industrieanleihe vorzeitig, d. h. vor der Fälligkeit, verkaufen, erfolgt dies an der Börse. Auch die so genannten Restläufer, Papiere mit einer geringen Restlaufzeit, können an der Börse veräußert werden.

Die richtige Geldanlage ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlagen zu einem passen. Ob eine Anlage in Industrieanleihen sinnvoll ist und zum eigenen Anlageziel passt, oder z.B. eine Anlage in Investmentfonds sinnvoller ist, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse eines Experten für Geldanlagen ermittelt werden.

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