Riester Rürup Vergleich - Für wen sich die Riester oder Rürup Altersvorsorge lohnt und Riester Rürup Vergleich der Grundlagen.
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Riester Rürup Vergleich

Seit einigen Jahren ist die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr das einzige Standbein auf dem die Altersvorsorge steht.

Durch die sinkenden Geburtenraten und die höheren Lebenserwartungen kann der einst abgeschlossene Generationenvertrag nicht mehr aufrechterhalten werden. Das hat auch der Staat eingesehen und schreibt die private Altersvorsorge immer größer.

Dabei ist diese keine Pflicht, sondern erfolgt auf freiwilliger Basis. Um aber die Arbeitnehmer, Beamten und Selbstständigen zur Ansparung einer privaten Altersvorsorge zu motivieren, gibt es hier zahlreiche Steuervorteile und staatliche Förderungen. Die wohl bekanntesten privaten Altersvorsorge-Formen sind die Riester- und die Rürup-Rente.
An der Riester-Rente beteiligt sich der Staat mit Zulagen, die für jeden erwachsenen Riester-Sparer und dessen Kinder gezahlt werden. Voraussetzung zum Erhalt dieser Zulagen ist die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung und die Einzahlung von derzeit mindestens 3 % des Jahrseinkommens. Diese Mindesteinzahlung betrug zur Einführung der Riester-Rente noch 1 %, steigert sich aber bis zum Jahr 2008, in dem dann 4 % fällig werden. Allerdings steigen auch die staatlichen Zulagen in dieser Zeit entsprechend an. Bei der Riester-Rente kann man zwischen der klassischen Rentenversicherung und der fondsgebundenen Rentenversicherung wählen. Gerade bei letzterer locken natürlich höhere Renditen.

Eine Mindestverzinsung der Riester-Rente ist allerdings gegeben, so dass man hier keine Verluste einfahren kann. Die Auszahlung des Kapitals aus Riester-Renten erfolgt frühestens ab dem 60. Lebensjahr, wobei auch eine Beleihung und ein Kapitalwahlrecht zur Verfügung stehen. Durch die Absetzbarkeit aller in die Riester-Rente eingezahlten Beiträge von der Steuer und die staatlichen Zulagen ist diese Form der Altersvorsorge besonders für Menschen mit geringem Einkommen vorteilhaft. Auch durch die Zulagen, die für Kinder gezahlt werden, lassen sich höhere Erträge erzielen. Im Falle der Arbeitslosigkeit, also auch bei Hartz-IV-Empfängern zählt die Riester-Rente zum geschützten Vermögen, welches nicht verwertet werden muss.

Die Rürup-Rente dagegen ist meist für Selbstständige und Freiberufler interessant. Da diese nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, besteht für sie auch kein Anspruch auf die staatlichen Zulagen der Riester-Rente. Sie können die Beiträge zur Rürup-Rente aber bis zu deren 60%-iger Höhe steuerlich geltend machen. Eine teilweise Doppelbesteuerung ist hier allerdings auch gegeben, da die Rürup-Rente im Alter u. U. vollständig versteuert werden muss. Eine Rürup-Rente darf außerdem nur als monatliche Rentenzahlung ausgezahlt werden, nicht als Einmalzahlung. Die Auszahlung darf zudem erst ab dem 60. Jahr erfolgen. Die Rürup-Rente lässt sich weder beleihen, noch vererben, noch übertragen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, die Hinterbliebenen gegen Aufpreis abzusichern.

Bei der Rürup-Rente hängen die Beiträge immer vom Eintrittsalter und vom Geschlecht der Versicherungsnehmer ab, bei der Riester-Rente dagegen wurden mittlerweile so genannte Unisex-Tarife eingeführt. Dabei wurden aber die Beiträge für Männer durch die Anpassung erhöht. Im Gegensatz zur Riester-Rente, bei der auch Lebensgefährten als Begünstigte eingesetzt werden können, ist bei der Rürup-Rente nur eine Hinterbliebenenabsicherung für Ehegatten möglich. Hier ist also der Trauschein unbedingt von Nöten.

Beide Arten der privaten Vorsorge bieten jedoch den Vorteil, dass sie weder bei Arbeitslosigkeit, also Hartz-IV-Empfängern, noch bei Insolvenz oder anderweitigen Verpflichtungen angegriffen werden können. Beide zählen also zum geschützten und unpfändbaren Vermögen. Bei der Rürup-Rente ist aber eine Pfändung der ausgezahlten Rentenbeträge, die über der Pfändungsfreigrenze liegen, möglich.

Auf jeden Fall solte sich jeder mit der eigenen Privatrente frühzeitig beschäftigen. Durch die unterschiedlichen Lebensziele und Lebenssituationen eines Menschen kann es die allgemeingültige optimale Altersvorsorge nicht geben. Einen individuellen Riester Rürup Vergleich sollte jeder für sich oder die eigene Familie durchführen lassen.

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