Finanzierungsangebote – was ist bei einem Finanzierungsangebot wichtig
Für eine Immobilienfinanzierung bzw. Baufinanzierung wird in der Regel ein gewisser Fremdkapitalanteil benötigt. Es gibt verschiedene Varianten der Fremdmittelbeschaffung.
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Nachdem die zu beschaffende Kapitalsumme errechnet wurde bzw. feststeht, muss eine Entscheidung hinsichtlich des Finanzierungsmodells getroffen werden. Die Erstellung eines Finanzierungsplans bzw. Finanzierungskonzept ist notwendig. Der Finanzierungsplan wird mit dem Darlehensantrag abgegeben. |
Das Annuitätendarlehen ist insbesondere bei Eigennutzern eine beliebte Variante. Die monatliche Belastung ist gleich bleibend und besteht aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil. Die Restschuld wird durch den Tilgungsanteil der laufenden Raten gesenkt, so dass sich das Verhältnis zwischen Zins- und Tilgungsanteil innerhalb der Laufzeit verschiebt. Die Zinsaufwendungen sinken, während der Tilgungsanteil steigt. Dies ermöglicht eine schnelle Entschuldung, die zudem durch Sondertilgungsoptionen weiter gefördert werden kann. Der Darlehensnehmer kann außerdem durch die konstante monatliche Rate gut kalkulieren. Dafür ist ein Annuitätendarlehen in der Regel recht unflexibel, wenn unvorhersehbare Ereignisse eintreten.
Das Bauspardarlehen ist ebenfalls eine beliebte Möglichkeit der Fremdkapitalbeschaffung. Zuerst wird zwischen dem Bausparer und der Bausparkasse ein Bausparvertrag über eine definierte Bausparsumme abgeschlossen. Die Vertragssumme setzt sich zusammen aus dem Sparguthaben, welches der Bausparer erbringen muss, und dem Bauspardarlehen. Die Sparbeiträge des Bausparers werden jährlich verzinst. Durch diese Beiträge hat der Bausparer ein Anrecht auf das Bauspardarlehen, welches in der Regel zu günstigen Konditionen gewährt wird. Es gibt eine Mindestsparzeit, diese beträgt meist 18 Monate. Ist das Mindestsparguthaben erreicht und die Mindestsparzeit abgelaufen wird die Bausparsumme dem Darlehensnehmer zugeteilt und ausgezahlt. Die Rückzahlung erfolgt normalerweise in monatlichen Raten, wobei diese relativ hoch sind. Bausparverträge gelten als risikoarm, da sie keinen Zinsschwankungen unterliegen (fester Zins). Zudem sind die Darlehenskonditionen bereits bei Abschluss des Vertrages bekannt. Ein weiterer Vorteil ist, dass auf einen Bausparvertrag auch vermögenswirksame Leistungen erbracht werden können. Der Staat fördert zudem Bausparverträge durch die Arbeitnehmersparzulage und die Wohnungsbauprämie.
Ein weiteres Modell ist das Versicherungsdarlehen. Der Abschluss einer Kapitallebensversicherung ist hier notwendig, da die Ablaufleistung dieser später die Darlehenssumme tilgt. Regelmäßig werden die Zinsen fällig. Anstatt einem Tilgungsanteil sind die Beiträge zu der Kapitallebensversicherung zu zahlen.
Von Vorteil ist der vergleichsweise niedrige Zinssatz und die gleich bleibend hohe Zinsbelastung senkt zudem die Steuerlast. Die Beleihungsgrenzen sind jedoch im Regelfall niedrig, Zusatzfinanzierungen können notwendig sein. Gesetz dem Fall, dass die Ablaufleistung der Versicherung die Darlehenssumme am Ende der Laufzeit nicht vollständig tilgen kann, muss normalerweise die Laufzeit verlängert werden. Zu beachten ist, dass während der gesamten Laufzeit die Darlehenssumme nicht reduziert wird, da nur die Zinsen fällig werden. Dies hat zur Folge, dass die Zinsaufwendungen immer auf die volle Darlehenssumme erhoben werden, dies ist insbesondere bei einer Laufzeitverlängerung zu beachten. Sondertilgungsoptionen sind daher sinnvoll.
Welches Modell gewählt wird, ist immer eine Frage der individuellen Lebenssituation des Darlehensnehmers. Wichtige Kriterien sind dabei beispielsweise, wie hoch die monatlichen Belastungen sein dürfen, wie hoch der Anteil an Eigenmitteln bzw. Eigenkapital ist und ob die Immobilie vermietet oder selbst bewohnt wird.
Eine Gegenüberstellung der unterschiedlichen Angebote (des ausgewählten Finanzierungsmodells) ist notwendig. Zu beachten sind dabei die Darlehenskonditionen, also Zinsen, Tilgungsrate, Restschuld, Laufzeit, Sondertilgungsoptionen etc.
Nicht nur günstige Zinsen sind entscheidend. Die Kosten der Finanzierung sollten ebenfalls beachtet werden. Der Effektivzins umfasst nicht alle Kosten, so dass die Angebote hinsichtlich der Gesamtkosten genau geprüft werden müssen.
Auch die persönliche Situation ist Kriterium. Insbesondere in Bezug auf die monatlichen Rückzahlungsraten und die Restschuld.
Unbedingt zu berücksichtigen ist auch die Zinsbindungsfrist. Die zurzeit günstigen Bauzinsen können durch eine lange Zinsbindungsfrist für viele Jahre gesichert werden.
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Eine kompetente und objektive Beratung ist sinnvoll, sie unterstützt bei der Auswahl des Finanzierungsmodells bzw. Finanzierungsangebotes. Ihr Ziel ist es, ein Optimum zwischen persönlicher Lebenssituation, Bedarf und Finanzierungsstrategie herzustellen.
Die optimalen Finanzierungsangebote beinhalten eine Reihe von Punkten, die über die Jahre große Unterschiede bei den geleisteten Zinszahlungen ausmachen können. Dabei ist nicht nur der Effektivzins von Bedeutung. Eine Beratung durch einen Experten im Bereich der Baufinanzierungen kann über die Laufzeit einige tausend Euro sparen.
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