Die wichtigsten gesetzlichen Regelungen zur Erwerbsminderungsrente und wann eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist.

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Die wichtigsten Informationen zur Rente wegen Erwerbsminderung

Die gesetzliche Rentenversicherung hat die Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente zum 31.12.2000 abgeschafft. Ab dem 01.01.2001 wurde diese durch die Rente wegen Erwerbsminderung ersetzt. Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsrente beziehen weiterhin alle, denen sie vor dem 01.01.2001 gewährt wurde.

Erwerbsminderungsrente
Im § 43 Sozialgesetzbuch VI sind die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung festgelegt.
Versicherte haben Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung: wenn eine teilweise Erwerbsminderung vorliegt, fünf Jahre vor der teilweisen Erwerbsminderung für mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt und die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt wurde.

Versicherte sind zum Teil erwerbsgemindert, wenn sie wegen Krankheit oder Behinderung mindestens 3 aber weniger als 6 Stunden unter den Bedingungen des Arbeitsmarktes arbeiten können.
Versicherte haben Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung:
wenn eine volle Erwerbsminderung vorliegt, fünf Jahre vor der vollen Erwerbsminderung für mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt und die Wartezeit von 5 Jahren erfüllt wurde.

Wann man Anspruch auf die Rente hat

Versicherte sind voll erwerbsgemindert, wenn sie wegen Krankheit oder Behinderung weniger als 3 Stunden unter den Bedingungen des Arbeitsmarktes arbeiten können. Versicherte, die bereits vor der Mindestversicherungszeit wegen ihrer Behinderung nicht erwerbsfähig waren und bis zur Erfüllung der Wartezeit von 20 Jahren auch ununterbrochen weiter voll erwerbsgemindert sind, haben auch Anspruch auf die Rente wegen voller Erwerbsminderung (trifft besonders auf Menschen, die in behinderten Werkstätten arbeiten, zu).

Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit:
wenn Berufsunfähigkeit vorliegt, der Versicherte vor dem 02.01.1961 geboren ist, fünf Jahre vor der Berufsunfähigkeit für mindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt und die Wartezeit von 5 Jahren erfüllt wurde. Versicherte sind berufsunfähig, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen weniger als 6 Stunden täglich in ihrem Beruf oder jedem anderen Beruf arbeiten können.
Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung soll, da nur noch in Teilzeit oder zu einem geringen Lohn gearbeitet werden kann, die Lohnminderung ausgleichen. Sie beträgt nur die Hälfte einer Rente wegen voller Erwerbsminderung.

Dauerhafte Rente nur wenn keine Besserung in Sicht ist

Die Rente wegen voller Erwerbsunfähigkeit soll, da keine Tätigkeit mehr ausgeübt werden kann und somit kein Verdient vorliegt, auf Dauer den Lebensunterhalt absichern.
Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung sowie die Rente wegen voller Erwerbsminderung sind nur noch Zeitrenten. Leistungen werden ab dem 7. Kalendermonat nach Eintritt der geminderten Erwerbsfähigkeit gezahlt.
Dauerhaft wird die Rente gezahlt, wenn eine Besserung als unwahrscheinlich gilt. Hier erfolgen die Leistungen bereits am darauf folgenden Monat, wenn der Antrag innerhalb von 3 Monaten nach Eintritt der Erwerbsminderung gestellt wird.

Die Erwerbsminderungsrente stellt eine finanzielle Absicherung dar. Doch, wie Personen die vorzeitig in Rente gehen wollen, müssen auch Bezieher von dieser Rente Abschläge hinnehmen, diese betragen maximal 10,8%. Der Bezug von Erwerbsminderungsrente endet mit der Altersgrenze von 63 Jahren, sofern 35 Beitragsjahre erreicht wurden, beziehungsweise spätestens mit dem 65. Lebensjahr.

Eine Erwerbsminderung kann zumindest finanziell abgemildert werden, indem man eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zum Bezug einer zusätzlichen Erwerbsminderungsrente abschließt. Doch die Versicherungen bieten eine Vielzahl an Tarifen und Leistungsoptionen und auch durch die Masse von Anbietern ist es nicht leicht, die optimale Versicherung für die eigenen Belange zu finden. Hier sollte der Rat von einem erfahrenen Experten hinzugezogen werden.

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