Spareinlagen - Infos zur Spareinlage mit Übersicht der verschiedenen Sparverträge und was bei Spareinlagen beachtet werden sollte.
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Spareinlage - welche Spareinlagen gibt es?

Als Spareinlagen werden Einlagen bei Kreditinstituten bezeichnet. Die rechtliche Definition der Spareinlagen regelt die Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute.

Nach dieser Definition sind die Spareinlagen unbefristet angenommene Einlagen. Diese sind jedoch nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt und über das Guthaben muss eine Urkunde ausgestellt werden. Dies ist beispielsweise das Sparbuch.

Bei den Spareinlagen dürfen nur natürliche oder juristische Personen des öffentlichen Rechts, Personenzusammenschlüsse, gemeinnützige, kirchliche und mildtätige Einrichtungen, als Gläubiger fungieren. Auch dürfen die Spareinlagen nicht befristet sein. Eine Kündigungsfrist von drei Monaten ist an die Spareinlagen gekoppelt. 
Als Formen der Spareinlagen kann man das alt bekannte Sparbuch, den Sparbrief, das Prämiensparen, Sparpläne und vermögenswirksame Sparverträge nennen.
Sparbücher weisen alle Geldbewegungen, wie Einzahlungen, Auszahlungen und Zinsen aus, die ein Sparkonto hat. Dieses Sparkonto ist in Deutschland die weit verbreitete Sparform.
Der Sparbrief in ein festverzinsliches Anlageprodukt, das von einem Kreditinstitut angeboten wird. Die Zinsen sind über die gesamte Laufzeit festgelegt, wodurch das Ganze von Vornherein überschaubar ist. Der Sparbrief ist im Gegensatz zu börsenorientierten Anleihen spesenfrei und kann meist bis zu 100 Prozent beliehen werden. Die Laufzeit kann bis zu zehn Jahren betragen.
Die Kreditinstitute bieten verschiedene Sparbriefe an, die auf die verschiedenen Wünsche der Kunden zugeschnitten sind.

  1. der normale Sparbrief, der zum vollen Nennwert gekauft werden kann. Die Zinsvergütung erfolgt zum Jahresende und diese stehen dem Kunden frei zur Verfügung.
  2. Bei den abgezinsten Sparbriefen sind Zins und Zinseszins über die gesamte Laufzeit in den Kaufpreis einkalkuliert. Dadurch liegt der Erwerbspreis deutlich unter dem Nennwert.
  3. Die Sparbriefe mit jährlich steigenden Zinsen sind meist kurzfristig verfügbare Anlagen, die den Bundesschatzbriefen ähneln. Nach einer kurzen Wartezeit kann der Sparbrief zum Nennwert mit den aufgelaufenen Zinsen aufgerechnet, eingelöst werden.

Beim Prämiensparen werden regelmäßig (meist monatlich) bestimmte Beträge eingezahlt. Die Dauer der Laufzeit ist durch den Kunden frei wählbar. Das Prämiensparen ist durch eine zusätzliche Prämie versehen, die nach Vertragsablauf zu dem angesparten Kapital hinzukommt. Für den Sparer entstehen keine Kosten und die Abwicklung ist einfach und übersichtlich. Es besteht auch die Möglichkeit, die Höhe des Sparvertrages zu verändern, ganz gleich ob er reduziert oder erhöht werden soll.
Bei Sparplänen werden regelmäßig, meist kleinere Beträge in Wertpapiere investiert. Laufende Erträge dieser Wertpapiere werden nicht ausgeschüttet, sondern wieder veranlagt. Diese Erträge sind Zinsen oder Dividenden. Durch die Nicht-Ausschüttung profitiert der Anleger von beachtlichen Zinseszinsen, da die Beträge, die gut geschrieben wurden, direkt wieder für ihn arbeiten und Gewinne erzielen. Zu den Sparplänen zählen auch die Fonds-Sparpläne. Diese bieten Möglichkeiten des langfristigen und systematischen Vermögensaufbaus. Durch den Fonds-Sparplan profitiert der Anleger vom so genannten „Cost-Average-Effekt. Dies heißt: bei höheren Kursen werden weniger Anteile erworben, bei niedrigen Kursen werden mehr Fondsanteile gekauft. Dadurch erhält man über die Zeitspanne einen durchschnittlichen Kaufkurs, der von kurzfristigen Schwankungen der Finanzmärkte unabhängig macht.
Der Zertifikate-Sparplan hat eine kostengünstige Struktur und eignet sich daher für den langfristigen Vermögensaufbau.

Bei den vermögenswirksamen Sparverträgen werden die Vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers in verschiedene VL-Verträge eingezahlt werden. Dazu zählen beispielsweise der Bausparvertrag, eine Lebensversicherung oder ein Wertpapiersparvertrag. Vermögenswirksame Leistungen werden vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer gezahlt. Diese richten sich in der Höhe nach dem verhandelten Tarifvertrag, dem Arbeitsvertrag oder den Betriebsvereinbarungen.

Die richtige Geldanlage ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlagen zu einem passen. Ob Spareinlagen mit einem Sparvertrag sinnvoll sind und zum eigenen Anlageziel passen, oder z.B. eine Anlage in Investmentfonds sinnvoller ist, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse eines Experten für Geldanlagen ermittelt werden.

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