Sparbrief - was man über Sparbriefe wissen sollte
Als Alternative zwischen Sparbuch und festverzinslichen Wertpapieren gilt der Sparbrief. Bei bestmöglicher Sicherheit bietet er eine im vorhinein feststehende Rendite bei fester Laufzeit.
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Kauf und Führung eines Sparbriefes bei einer Bank oder Sparkasse sind gebührenfrei. Durch die festgeschriebene Verzinsung haben sie einen Vorteil gegenüber am Kapitalmarkt gehandelten Wertpapieren. Unabhängig von der dortigen Situation ist der Zinssatz nicht veränderbar. |
Sparbriefe können mit unterschiedlichen Laufzeiten von bis zu 10 Jahren angelegt werden. Im Regelfall sind sie nicht vor Ende der Laufzeit kündbar. Generell gilt: je höher die Laufzeit, desto höher die Verzinsung. Wer also absehen kann, immer mal wieder etwas von seinem zurückgelegten Kapital zu brauchen, für den empfiehlt sich die Anlage in mehreren Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Dadurch werden immer mal wieder Beträge frei, die man gegebenenfalls auch wieder neu anlegen kann.
Vom Sparbrief gibt es folgende unterschiedliche Varianten:
- Der normale Sparbrief, auch ausschüttende Variante genannt, wird zum Nennwert erworben. Das bedeutet beispielsweise, daß bei einem Nennwert von 1.000 EUR dieser Betrag an die Bank gezahlt wird. Jeweils am Ende eines Jahres werden dann die Zinsen ausbezahlt. Am Ende der Laufzeit erhält man sein einbezahltes Kapital zurück.
- Der abgezinste Sparbrief liegt beim Kaufpreis unter dem Nennwert und damit unter dem Auszahlungsbetrag am Ende der Laufzeit. Das liegt daran, daß hier die erzielten Zinsen und Zinseszinsen bereits über die Laufzeit mit einberechnet und mit verzinst werden. Eine jährliche Auszahlung der Zinsen wie beim normalen Sparbrief gibt es somit nicht.
- Der aufgezinste Sparbrief wird zum Nennwert erworben, die jährliche Zinszahlung wird jedoch auf den Nennwert aufgeschlagen und in der Folgezeit mit verzinst. Durch den Zinseszinseffekt ergibt sich damit am Ende der Laufzeit eine höhere Auszahlung als beim normalen Sparbrief.
- Die oft Wachstumssparen genannte Variante des Sparbriefs sehen einen mit der Laufzeit steigenden Zinssatz vor. Ähnlich wie bei der Geldanlage in Bundesschatzbriefe eignet sich diese Variante auch als kurzfristige Anlageform, da diese Form von Sparbriefen im Regelfall innerhalb der gesetzlichen Kündigungsfristen auflösbar sind, dann jedoch weniger Rendite erwirtschaften als die anderen Varianten.
Die Zinskurve verläuft momentan recht flach. Langfristig angelegtes Kapital bringt einen relativ geringen Zinsaufschlag gegenüber Kurz- bis mittelfristigen Sparbriefen. Deshalb empfiehlt sich die langfristige Bindung nur für diejenigen, die sicher sein können, innerhalb der Laufzeit das eingezahlte Kapital nicht zu brauchen und für die Schwankungen am Kapitalmarkt zu viel Unsicherheit bedeuten.
Steuerlich gesehen macht es keinen Unterschied, für welche Anlageform man sich entscheidet. Auch gibt es keine steuerlichen unterschiede in Abhängigkeit zur Laufzeit.
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Die richtige Geldanlage ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlagen zu einem passen. Ob eine Anlage mit Sparbrief sinnvoll ist und zum eigenen Anlageziel passt, oder z.B. eine Anlage in Investmentfonds sinnvoller ist, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse eines Experten für Geldanlagen ermittelt werden.
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