Schiffsfonds - das wichtigste zum Schiffsfond
Anders als bei Investmentfonds, bei denen jederzeit zusätzliche Anteile erworben werden können, kann bei geschlossenen Fonds nur innerhalb eines Platzierungszeitraums investiert werden.
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Durch den Kauf von Anteilen wird der Investor zum Unternehmer, in diesem Fall Kommanditist genannt, da er einen Anteil am Gesellschaftskapital erwirbt. Wenn ausreichend viele Investoren dem Fonds beigetreten sind, wird dieser geschlossen. Beispiele für geschlossene Fonds sind neben Immobilien, Anlagen zur Produktion regenerativer Energien und Medienfonds. |
Auch weit verbreitet sind sogenannte Schiffsfonds, bei denen das von Investoren eingezahlte Kapital für den Bau und oder den Betrieb von Seeschiffen verwendet wird.
Schiffsfonds gelten als langfristige Investition, die Laufzeiten betragen im Regelfall 10 – 25 Jahre. Es wird in ein konkretes Projekt investiert, welches in einem Verkaufsprospekt detailliert beschrieben wird. So weiß mal vorher genau, welche unternehmerischen Risiken und Chancen sind ergeben können. Letztere bestimmen auch den Erfolg eines Schiffsfonds. Es gibt keine festgeschriebene Rendite und keinen vorher berechneten Rückzahlungswert der Investition, sondern der Erfolg hängt einzig und allein vom wirtschaftlichen Erfolg der Fondsgesellschaft ab. Da es weder staatliche Kontrollen noch festgelegte Richtlinien für die Bildung solcher Fonds gibt, kann das Risiko bis hin zum Totalverlust des eingezahlten Kapitals gehen. Das ist aber höchst selten der Fall. Der Verlust von Schiffen wird versicherungstechnisch abgedeckt, das Schiff selber zählt als eine Art Gewerbeimmobilie, so daß Sicherheitstechnisch eine hohe Absicherung besteht.
Nicht nur deshalb erfreuen sich Schiffsfonds wachsender Beliebtheit. Das weltweite Transportaufkommen wird heute schon zu über 90 % durch die Seeschifffahrt abgedeckt. Begünstigt durch einen weiter steigenden Grad der Globalisierung ist auch in der Zukunft mit weiteren Steigerungsraten und damit auch mit einem Erfolg der Investitionen zu rechnen.
Ein weiterer Vorteil von Schiffsfonds ist der steuerliche Aspekt. Einkünfte aus Schiffsbeteiligungen gelten wie Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb, damit ist der Investor nur im Rahmen ihrer Einkommensteuer abgabepflichtig. Möglich ist das durch die sogenannte Tonnagebesteuerung. Anders als bei einer Handelsbilanz wird hier die sogenannte Nettoraumzahl, also die Größe des Schiffes, als Basis für die Gewinnermittlung genommen. Dadurch ergibt sich ein geringerer steuerlicher Gewinn während des Schiffbetriebes und somit eine niedrigere Steuerlast.
Nachteilig dabei ist, daß diese Art der Besteuerung vorher für einen Zeitraum von 10 Jahren festgelegt wird und das diese Berechnung auch dann gilt, wenn das Schiff gar keinen Gewinn erwirtschaftet. Gleichzeitig werden aber auch Veräußerungsgewinne nur so besteuert. Diese steuerlichen Begünstigungen entfallen jedoch auch nachträglich, wenn der Beteilungsanteil innerhalb von 5 Jahren veräußert wird oder die Gesellschaft aufgelöst wird.
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Interessant sind Schiffsfonds auch hinsichtlich der Erbschafts- oder Schenkungssteuer. Da nur der anteilige Bilanzwert als Bemessungsgrundlage gilt und dieser durch erfolgte Abschreibungen negativ sein kann, entfällt für Beschenkte oder Erben oft die Erbschaftssteuer bis zu einem Freibetrag von 225.000 EUR. Diese steuerliche Bevorzugung gegenüber anderen Vermögenswerten ist jedoch strittig und wird in absehbarer Zeit neu geregelt.
Die richtige Geldanlage und Fondsauswahl ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlage und Investmentfonds zu einem passen. Ob und welcher Schiffsfonds zum eigenen Anlageziel passt, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse eines Experten für Fondsanlagen ermittelt werden.
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