Rentenfonds - das wichtigste zum Rentenfond
Eine Möglichkeit der Geldanlage besteht in Form von Investmentfonds. Hierbei wird durch eine Kapitalanlagegesellschaft einbezahltes Geld gesammelt und in verschiedenen Anlagebereichen investiert.
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Im Regelfall wird das Kapital gestreut, also in mehrere verschiedene Anlageformen investiert, um das Risiko zu minimieren. Bei Rentenfonds wird weitestgehend in festverzinsliche, überwiegend börsengehandelte Wertpapiere investiert. Diese unterscheiden sich in ihren Laufzeiten, den Herausgebern und den Währungen, in denen sie gehandelt werden. |
Herausgeber sind dabei Unternehmen oder auch einzelne Staaten, die sich auf diese Weise Geld vom Anleger leihen. Das können beispielweise sein: Die Bundesrepublik Deutschland und deren staatliche Einrichtungen, Bundesländer, Kommunen, Banken und Sparkassen, Industrieunternehmen oder aber auch andere Länder. Konkret geht das Rentenpapier also aus einem Darlehen hervor, daß der Anleger dem Staat / dem Unternehmen gibt. Diese garantieren im Gegenzug die jährliche Rückzahlung eines festgelegten Betrages bis zum Ende der Laufzeit.
In den Vertragsbedingungen des jeweiligen Rentenfonds ist der Anlageschwerpunkt konkret genannt, in welche verzinslichen Wertpapiere der zuständige Fondsmanager investieren darf. Dabei unterscheidet man grundsätzlich in Anleihen mit hoher und solcher mit niedriger Bonität. Erstere orientieren sich bei ihren Zinssätzen am Kapitalmarkt, Herausgeber mit eher niedriger Bonität versprechen höhere Zinssätze um für Anleger attraktiv zu bleiben. Gleichzeitig erhöht sich natürlich das Risiko von Kapitalverlusten.
Es gibt keine festgeschriebene Rendite oder Ablaufgarantien. Vielmehr richtet sich der Erfolg eines Rentenfonds an der Zinsentwicklung im Anlagezeitraum und vom Zinsniveau zum Zeitpunkt des Verkaufs der Fondsanteile. Zu Anfang erzielt man immer eine negative Rendite, da anteilig vom Kapitalwert ein Ausgabeaufschlag erhoben wird. Dieser liegt bei Rentenfonds durchschnittlich bei 3 % des Kaufwertes.
Erst bei zufließenden Erträgen aus Kursgewinnen oder bei Zinszahlungen aus Gewinnerträgen erzielt man eine positive Rendite. Daher sind Rentenfonds eher nicht als kurzfristige Anlageform geeignet. Aber auch bei sehr lang laufenden Rentenfonds sollte man Vorsicht walten lassen. Die Kursentwicklung von Anleihen verläuft umgekehrt zur Entwicklung der Zinsen, daher lassen sich genauere Prognosen für die erzielbare Rendite nicht erstellen.
Das Risiko des Totalverlustes der Geldanlage besteht so gut wie nicht, da es höchst unwahrscheinlich ist, daß alle im Fonds befindliche Wertpapiere gleichzeitig wertlos werden. Aber Einbußen sind teilweise durchaus möglich. Je nach Zeitpunkt des Kaufs und Wertentwicklung an den Kapital- und Zinsmärkten muß vorübergehend mit Verlusten gerechnet werden. So gesehen ist diese Investition im Regelfall eher mittel- bis langfristig sinnvoll. Das zeigt auch die Kursentwicklung vieler Rentenfonds in den letzten Jahren. Während innerhalb eines Jahres Kursverluste bis zu 5 Prozent durchaus vorkommen können, zeigt sich in der langfristigen Entwicklung, daß eine jährliche Rendite von 7 % eher der Regelfall als die Ausnahme ist. Auch sind binnen Jahresfrist Steigerungen bis 15 % möglich, kommen aber eher selten vor.
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Die Einzahlungen in einen Rentenfonds werden nicht als steuermindernd anerkannt. Da die erzielten Erträge fast ausschließlich aus Zinsgewinnen resultieren, ist auch der Großteil der Rendite steuerpflichtig.
Die richtige Geldanlage und Fondsauswahl ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlage und Investmentfonds zu einem passen. Ob und welcher Rentenfonds zum eigenen Anlageziel passt, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse eines Experten für Fondsanlagen ermittelt werden.
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