Investmentfonds - Infos zur Geldanlage in Investmentfonds und Überblick der einzelnen Investmentfond Formen.
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Investmentfond - ein Überblick über Investmentfonds

Unter einem Investment-Fonds kann man sich einen großen Topf vorstellen, in den viele Anleger ihr Geld einzahlen. Die Beträge sind unterschiedlich hoch.

Das gesamte Geld wird von einem Fondsmanagement unter Beachtung des Grundsatzes der Risikomischung verwaltet, das Geld wird in vorab festgelegten Anlagegrenzen in unterschiedliche Wertpapiere angelegt. Dies können Aktien, Geldmarktpapiere oder festverzinsliche Wertpapiere sein.

Man kann also sagen, dass ein Investmentfonds das Kapital vieler verschiedener Anleger mit ähnlichen Anlagezielen miteinander vereint. Die Vorteile des Investmentfonds liegen auf der Hand, da sie im Vergleich zu der Anlage in Einzelaktien weniger arbeitsaufwändig ist. Durch die Streuung in verschiedene Anlagen ist das Risiko eines Investmentfonds minimiert und sicherer als das reine Investieren in Aktien.

Investmentfonds sind mit Nebenkosten, wie beispielsweise der Managementgebühr, Depotgebühren und banküblichen Kosten, verbunden. Aus diesem Grund sollte der Kaufinteressent sich nicht nur über die möglichen Renditen informieren, sondern auch die Kosten des Fonds vergleichen. Der durchschnittliche Ausgabeaufschlag, der sich aus den genannten Kosten zusammensetzt, liegt für Aktienfonds bei fünf Prozent. Es gibt Investmentfonds, die ohne Ausgabeaufschlag angeboten werden, doch bei diesen sind höhere Verwaltungsgebühren fällig. Eine Möglichkeit für Anleger ist es, die Investmentfonds-Anteile direkt von den Fondsgesellschaften verwalten zu lassen, es sie dadurch Depotgebühren der Banken vermeiden können.

Die Fonds werden in offene und geschlossene Investmentfonds unterschieden. Bei den offenen Fonds können die Anteile jederzeit ausgegeben werden. Der geschlossene Investmentfonds hat die Anzahl der ausgegebenen Anteile limitiert.
Die Investmentfonds können des Weiteren in Publikumsfonds und Spezialfonds unterschieden werden. Publikumsfonds sind für jedermann zu erwerben, während Spezialfonds nur von institutionellen Anlegern wie Banken oder Versicherungen erworben werden können.
Eine andere Variante der Investmentfonds sind die Offenen Immobilienfonds. Diese investieren in Immobilien, wie beispielsweise Lager-, Wohn- oder Bürogebäude. Werden Anteile des Investmentfonds durch einen Anleger gekauft, richtet sich die Höhe seiner Beteiligung nach der Höhe seiner Geldanlage.

Zu den Investmentfonds zählen unter anderem die Aktienfonds. Diese Aktienfonds investieren das Fondsvermögen hauptsächlich in Aktien von Unternehmen. Die Auswahl, in welche Aktien angelegt wird, erfolgt meist nach der jeweiligen Anlageart. Teilweise wird ein kleiner Teil liquider Mittel zurückbehalten, um auf mögliche, eintreffende Situationen reagieren zu können. Die Anlageform der Aktienfonds ist gegenüber den Renten- oder Geldmarktfonds risikoreicher, wogegen der Wertzuwachs eines Aktienfonds meist höher ist. Sie eigenen sich sehr gut für langfristige Anlageformen, da eventuelle Schwankungen dadurch besser ausgeglichen werden können.

Rentenfonds legen das Vermögen hauptsächlich in verzinsliche Wertpapiere an. Es handelt sich hier meist um Anleihen, die auch als Renten bezeichnet werden. Diese Rentenfonds werden von Unternehmen zur Kapitalbeschaffung oder von Staaten ausgegeben, mit dem Ziel, gleichmäßige Renditen zu erzielen. Die Rentenfonds sind in der Laufzeit, der Liquidität, der Kreditwürdigkeit und der Höhe der Anleihe-Emittenten zu unterscheiden. Ein Rentenfonds, der in der Anleihe mit einer hohen Kreditwürdigkeit investiert, ist eine Anlage, die risikoärmer ist. Die Auswahl, in welche Papiere angelegt wird, ist von der Anlageform abhängig.

Eine weitere Art der Fonds sind die Geldmarkt- oder geldmarktnahen Fonds, die Zinsgewinne erwirtschaften. Sie investieren in Schatzbriefe, Bankeinlagen, hochwertige und kurzfristige Geldmarktinstrumente und Termingelder. Geldmarktfonds zählen zu den konservativen Anlageformen.

So genannte Mischfonds legen das Fondsvermögen in verschiedene Wertpapierarten und in Immobilien an. Des weiteren können Investitionen in Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken, wie die Hedgefonds, geleistet werden. In einem Mischfonds werden die Risiken und Chancen des Fonds zu Grunde gelegt. Der Anleger selbst gibt seine Risikofreudigkeit an und danach werden die Schwerpunkte gelegt. Bei den Mischfonds gibt es jedoch eine Sonderform, de das Altersvorsorge-Sondervermögen betrifft. Hierfür gelten besondere Richtlinien, die durch das InvG §§87 ff. geregelt werden. Altersvorsorge-Sondervermögen dürfen nicht in die Hedgefonds anlegen.

Bei den Geldmarktfonds erfolgt die Anlage des Fondsvermögens ausschließlich in Festgelder, Bankguthaben und geldmarktähnlichen Wertpapieren. Das Ziel des Geldmarktfonds ist es, eine Rendite zu erwirtschaften, die dem jeweiligen Geldmarkt entspricht.

Seit dem 01.01.2004 ist der Hedgefonds in Deutschland zugelassen. Dieser Fondstyp wird als Sondervermögen mit zusätzlichem Risiko bezeichnet, wobei er in Dach-Hedgefonds und Einzel-Hedgefonds unterschieden wird.
Die Dach-Hedgefonds können von Privatanlegern unter Beachtung bestimmter Vertriebsauflagen gekauft werden.
Dagegen dürfen die Einzel-Hedgefonds, die auch als Single Hedgefonds bezeichnet werden, nicht öffentlich über den Weg des Private Placement verkauft werden. Ein Single Hedgefonds ist dadurch gekennzeichnet, dass der Fondsmanager seine Investmententscheidungen sehr frei entscheiden kann. Um eine Steigerung des Investitionsgrades zu erhalten, dürfen unbeschränkt Kredite aufgenommen werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Vermögensgegenstände zu verkaufen. Diese dürfen jedoch zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses nicht dem Sondervermögen angehören.

Seit 1999 sind in Deutschland die Dachfonds zugelassen. Diese Fonds investieren in die Anteilscheine anderer Investmentfonds. Die Schwerpunkte, in welche Anlagekategorien angelegt werden soll, kann vom Anleger selbst festgelegt werden. D. h. soll in Aktien oder verzinsliche Wertpapiere oder in eine Mischform investiert werden.

Die richtige Geldanlage und Fondsauswahl ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlage und Investmentfonds zu einem passen. Ob und welcher Investmentfonds zum eigenen Anlageziel passt, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse eines Experten für Fondsanlagen ermittelt werden.

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