Fondsübersicht über die verschiedenen Investmentfonds
Ein Fond ist ein, von Kapitalanlagegesellschaften aufgelegtes Sondervermögen. Innerhalb dieses Sondervermögens werden Gelder von Anlegern gesammelt und verwaltet.
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Das Geld, das der Anleger in einen Fond einzahlt, wird von den Fondsmanagern in Wertpapiere, Renten oder Aktien angelegt. Das Vermögen des Anlegers wird so gestreut, dass er ein breit gefächertes Portfolio angelegt hat. Fonds haben jeweils einen Schwerpunkt, der entweder branchen- oder länderspezifisch bezogen ist. |
Die Fonds können entweder sicherheitsorientiert, konservativ, dynamisch oder chancenorientiert angelegt werden.
Bei sicherheitsorientierten Fonds hat der Anleger sichere Ertragserwartungen ohne große Risiken.
Bei den konservativ angelegten Fonds sind die Ertragserwartungen höher, doch die Risiken liegen hierbei bereits im mittleren Bereich.
Bei den dynamischen Fonds sind die Risiken sehr hoch, dem stehen jedoch hohe, bzw. überdurchschnittliche Ertragschancen gegenüber.
Und die chancenorientierten Fonds bringen bei sehr hohen Risiken auch sehr hohe Ertragserwartungen mit sich. Als typische Fonds werden Aktienfonds, Rentenfonds, Dachfonds, Geldmarktfonds, Immobilienfonds, Garantiefonds, Hedge Fonds und Schifffonds gehandelt. Der Oberbegriff der genannten Fonds ist Investmentfond.
Eine weitere Unterscheidung, die es bei Fonds gibt, ist, ob es sich um einen offenen oder geschlossenen Fond handelt. Bei offenen Fonds kann das Kapital jederzeit in den Fond investiert werden. Bei einem geschlossenen Fonds ist nur dann eine Beteiligung möglich, wenn das notwendige Kapital vorhanden ist.
Aktienfonds investieren das Kapital ausschließlich oder zum überwiegenden Teil in Aktien. Innerhalb der Aktienfonds gibt es die Unterscheidung in
- Regionale Fonds, welche sich auf die Hemisphären oder einzelnen Länder konzentrieren. Hemisphären sind beispielsweise Europa, Fernost oder Nordamerika.
- Bei Branchenfonds wird in Wirtschaftssektoren, wie Biotechnologie, Nanotechnologie, Ökofonds und Rohstoffe investiert. Innerhalb der genannten Sektoren erfolgt die Anlage in bestimmte Branchen, wie Energie, Ökologie, Rohstoffe, Gesundheit und Technologie.
Diese beiden Fonds können auch in Kombination miteinander erworben werden. In den letzten Jahren sind auch etliche Themenfonds (Ethikfonds und Umweltfonds) entstanden.
Bei den Aktienfonds gibt es verschiedene Unterscheidungskriterien, die sich Top-Down-Verfahren und Bottom-Up nennen.
Bei dem Top-Down-Verfahren werden die Märkte und ihre jeweiligen Perspektiven durch die Fondsmanager bewertet. Die Manager suchen dann in den favorisierten Regionen oder Branchen nach Einzeltiteln.
Das Bottom-Up-Verfahren, das auch als Stocking bezeichnet wird, beinhaltet die konkrete Einzeltitelauswahl. Eine branchen- oder regionale Streuung wird in diesen Fonds nur als Instrument zur Risikostreuung eingesetzt.
Die Anlageart der Gemischten Fonds investiert sowohl in Aktien als auch in Rentenpapiere. Gemischte Fonds kombinieren die Wachstumschancen der Aktien mit den Renditen aus den festverzinslichen Wertpapieren, den Rentenpapieren. Dadurch erhält der Fondsmanager, der die Fonds verwaltet, einen größeren Spielraum bei der Anlageart. Stagniert oder fällt der Aktienkurs, greift er zu den Rentenpapieren, steigt der Aktienkurs, setzt er den Schwerpunkt auf die Aktien.
Bei den Dachfonds handelt es sich ebenfalls um Investmentfonds, die das Geld größtenteils in Anteile von Investmentfonds investieren. Innerhalb des Dachfonds bezeichnet man die einzelnen Fonds als Subfonds. Bei den Dachfonds wird das Kapital in Investmentfonds verschiedener Fondsmanager angelegt, d. h. es handelt sich um verschiedene Gesellschaften. Dadurch verringert sich theoretisch für den Anleger das Risiko.
Bei dieser Anlageart kann es jedoch passieren, dass verschiedene Fondsmanager, das ihnen anvertraute Kapital, in die gleichen Werte investieren. Dadurch wird für den Anleger die Diversifikation nicht höher und der Dachfonds hat nicht mehr den Vorteil der höheren Sicherheit, die normalerweise ein Dachfond mit sich bringt. Diversifikation bedeutet, dass die Geldanlage in möglichst unterschiedliche Finanzanlagen angelegt wird. Innerhalb der Dachfonds gibt es spezielle Dachfonds, wie beispielsweise den Aktiendachfonds. Hier besitzt der Anleger keine Aktien, sondern nur Anteile an verschiedenen Aktienfonds. Bei einem Superfonds handelt es sich um einen Investmentfonds, der sowohl in Aktien als auch in Investmentfonds investiert. In diesem Falle handelt es sich auch nicht um einen Dachfonds.
Die Nachteile, die die Dachfonds und auch die Subfonds haben, sind, dass Spesen anfallen. Dadurch wird die Kostenbelastung für den Anleger höher.
Rentenfonds sind Investmentfonds, die in die Renten, sprich in festverzinsliche Wertpapiere, investieren. Die Investition erfolgt in Kommunalobligationen, Bundesschatzbriefe, Pfandbriefe oder Anleihen.
Bei den Rentenpapieren ist die Verzinsung gleich, so dass der Fonds einen Anspruch auf die Zinszahlungen des Herausgebers (Staat oder Unternehmen) hat. Durch die Streuung in verschiedene festverzinsliche Wertpapiere wird das Risiko gemindert, obwohl gleiche oder höhere Erträge durch Rentenfonds möglich sind.
Rentenfonds werden von professionellen Fondsmanagern verwaltet, die den Markt kontinuierlich beobachten und dadurch kurzfristig auf Investitionen oder Zinsänderungen reagieren können. Rentenfonds gibt es seit 1966 in Deutschland. Doch seit Beginn der 90er Jahre sind die Rentenfonds als Anlageform sehr beliebt geworden. Hierzu haben wahrscheinlich das fallende Zinsniveau und das steigende Sicherheitsbedürfnis der Menschen beigetragen.
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Eine weitere Variante bei den Fonds ist der Geldmarktfonds. Es handelt sich hierbei um einen Investmentfonds, der ausschließlich in Geldmarktitel und liquide Wertpapiere anlegt. Geldmarktfonds haben eine sehr kurze Laufzeit. Geldmarktfonds inestieren in Schuldscheindarlehen, Termingelder und Anleihen.
Bei einer kurzfristigen Anlage erhält der Anleger in der Regel die höchsten Zinssätze auf dem Geldmarkt. Als Geldmarkt wird der Teil des Finanzmarktes bezeichnet, an dem mit Bargeld gehandelt wird. Hier sind ausschließlich Banken oder Versicherungsgesellschaften oder der Staat zu finden, so dass der private Anleger sich innerhalb der Geldmarktfonds indirekt engagieren kann.
Die richtige Geldanlage und Fondsauswahl ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlage und Investmentfonds zu einem passen. Ob und welcher Fonds zum eigenen Anlageziel passt, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse mit Fondsübersicht eines Experten für Fondsanlagen ermittelt werden.
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