Fondsbewertung – Wie sollten Fondsbewertungen erfolgen?
Besonders für „Anfänger“ ist es bei der Vielzahl der angebotenen Fonds – allein in der Bundesrepublik sind es über 8.000 – nicht immer einfach, den passenden für seine individuelle Anlagestrategie zu finden.
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Doch gibt es einige Analysemöglichkeiten, mit denen auch Ungeübte und Neueinsteiger die Fonds auswerten können. Zur Bewertung eines Fonds kann man beispielweise die Volatilität heranziehen. Die Volatilität ist nichts anderes als das Abbild der Kursschwankungen eines Fonds innerhalb eines gewissen Zeitraumes. |
Die Volatilität ist also so etwas wie ein Chart eines Aktienkurses und gibt die Höhen und Tiefen des Kurses wieder.
Generell gelten hierbei, je höher oder besser breiter die Schwankungen des Fonds sind, desto höher gelten auch die Risiken für den Investor.
Der Anleger kann also anhand der Schwankungsbreite das mögliche Risiko ablesen und sich für oder gegen den Fonds entscheiden – je nachdem, wie viel Risiko er eingehen möchte.
Ein weiteres Werkzeug zur Fondsbewertung wären die Überschuss-Rendite und das Sharpe-Maß.
Die Überschuss-Rendite ist die prozentuale Summe, die ein Fonds über dem jährlichen Geldmarktfonds übertrifft. Als Beispiel erzielt der Geldmarkt einen Zins von 1,5 Prozent und der Fonds erreicht dagegen 6,5 Prozent. Die Überschuss-Rendite würde somit 4 Prozent betragen. Der Fonds erreicht also eine 4 Prozent bessere Rendite als der sichere Geldmarkt erwirtschaftet hat.
Und jetzt kommt noch das Sharpe-Ratio ins Spiel. Das Sharpe-Ratio stellt die Überschuss-Rendite ins Verhältnis mit der Volatilität des Fonds. Hieraus ergibt sich wiederum das oben schon aufgeführte Sharpe-Maß.
Hierbei gilt Folgendes: Ein Sharpe-Ratio über der Kennziffer 1 zeigt ein erhöhtes Risiko für das Investment an. Mehr Risiko bedeutet aber gleichzeitig auch mehr Gewinnchance.
Ein Ratio zwischen 0 und 1 zeigt zwar auch ein erhöhtes Risiko, das aber im Verhältnis zur Ertragschance und damit der möglichen Rendite eigentlich schon zu hoch ist. Ein Ratio unter der Kennziffer 0 zeigt dagegen, dass die erwirtschaftete Rendite des Fonds unter dem Durchschnitt des Geldmarktes lag und somit ein viel zu großes Risiko für zu wenig Rendite bedeutet.
Allen Analysemethoden zum trotz sollte der Anleger aber auch immer auf seinen eigenen Verstand hören, was für einen Neueinsteiger aber sicherlich nicht ganz so einfach sein wird. Hier hilft nur professionelle Beratung, aber auch hier sollte man nicht alles für Gold nehmen, was glänzt.
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Der Anleger sollte also einen kühlen Kopf bewahren und verschiedene Fonds nach seinen Kriterien aussuchen und sich dann entscheiden.
Zwar gibt es noch weit mehr Möglichkeiten zur Analyse, allerdings bewerten viele Fondsmanager und –gesellschaften interessante Fonds anders.
Die richtige Geldanlage und Fondsbewertung ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlage und Investmentfonds zu einem passen. Ob und welcher Fonds zum eigenen Anlageziel passt, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse durch einen Experten für Fondsanlagen ermittelt werden.
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