Bundesobligationen - das wichtigste zur Bundesobligation
Im Vergleich zum Bundesschatzbrief handelt es sich bei Bundesobligationen um börsenorientierte Wertpapiere, die ebenfalls von der deutschen Finanzagentur ausgegeben werden.
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Auch hier handelt es sich um Schuldverschreibungen des Bundes. Bereits seit dem Jahr 1979 werden Bundesobligationen emittiert. Anfangs belief sich die Laufzeit auf fünf Jahre, diese wurde jedoch etappenweise auf 5,5 Jahre angehoben. Eine Mindestanlagesumme ist nicht vorgegeben, sodass Bundesobligationen bereits mit einer geringen Summe erworben werden können. |
Die Verzinsung der Wertpapiere erfolgt nach Ablauf eines jeden Laufzeitjahres. Der Zinssatz wird bereits bei der Emission der Wertpapiere festgesetzt. Anders als der Bundesschatzbrief können Bundesobligationen jederzeit verkauft oder gekauft werden, da dies über den aktiven Börsenmarkt geschieht. Beim Verkauf einer Bundesobligation sollte jedoch berücksichtigt werden, dass Kursschwankungen die Rendite schmälern können, da der Kurs am Tag des Verkaufes durchaus unter dem Kaufpreis liegen kann. Auch hier erhält der Anleger lediglich eine Kaufbestätigung sowie einen Kontoauszug. Wertpapierurkunden werden nicht ausgestellt.
Bundesobligationen können sowohl über die deutsche Finanzagentur als auch über Banken, Landeszentralbanken als auch Sparkassen erworben werden. Hier ist jedoch zu beachten, dass lediglich die deutsche Finanzagentur eine kostenlose Verwaltung anbietet. Alle anderen Banken verlangen Verwaltungsgebühren.
Die jährliche Verzinsung unterliegt der Kapitalertragssteuer, ist jedoch nicht steuerpflichtig, wenn die festgesetzte Freibetragsgrenze nicht überschritten wird. Wird der Freibetrag überschritten, gilt eine Zinsabschlagregelung. Diese beläuft sich pauschal auf 30% und wird an die Staatskasse abgeführt. Anders sieht es jedoch aus, wenn ein Freistellungsauftrag erteilt wurde. Bis zu einer Höhe von 1.421,00 Euro entfällt der Zinsabschlag. Nach Ablauf der Laufzeit werden die Obligationen zum Nennwert, das heißt zu 100 %, zurückgezahlt.
Wird eine Bundesobligationen direkt über die Börse gekauft, so besteht die Möglichkeit, diese mit einer Laufzeit von unter 5,5 Jahren zu erwerben. Selbst Obligationen mit einer Restlaufzeit von nur einem Monat können auf diesem Wege erworben werden.
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Viele Privatpersonen greifen sehr gerne auf Bundesobligationen zurück. Dies ist vor allem auf die mittelfristige Laufzeit, die Sicherheit und die hohen Renditen zurückzuführen. Jedoch sollte man das aktuelle Börsengeschehen nicht außer Acht lassen, damit es bei einem frühzeitigen Verkauf von Bundesobligationen nicht zu Verlusten durch Kursschwankungen kommt.
Bedingt durch ihre gute Rendite eignen sich Bundesobligationen für einen Auf- und Ausbau der Altersvorsorge, wobei dies nicht die einzige Methode sein sollte.
Die richtige Geldanlage ist ein wesentliches Kriterium für den persönlichen Anlageerfolg. Durch die unterschiedlichen Anlageziele und -Zeiträume sollte genau geprüft werden, welche Geldanlagen zu einem passen. Ob eine Anlage in Bundesobligationen sinnvoll ist und zum eigenen Anlageziel passt, oder z.B. eine Anlage in Investmentfonds sinnvoller ist, kann durch eine individuelle Bedarfsanalyse eines Experten für Geldanlagen ermittelt werden.
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