Privatrenten - wie wichtig ist die Privatrente später
Arbeitslosigkeit, Geburtenrückgänge und vor allem die Überalterung der Bevölkerung sind die Hauptgründe dafür, dass immer weniger Versicherte für immer mehr Rentner zahlen.
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Die Folge: die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung bleiben gleich oder wurden wie 2007 nach drei Nullrunden minimal erhöht. Durch die teilweise Besteuerung wird die Rente weiter geschmälert. Weitere finanzielle Einbußen müssen bei einem vorzeitigen Renteneintritt in Kauf genommen werden. Eine Lösung für diese Probleme wird es in absehbarer Zukunft nicht geben. |
Um den gewohnten Lebensstandard auch im Alter fortführen zu können, ist eine private Altersvorsorge dringender denn je. Die Vorsorge sollte bereits in jungen Jahren beginnen. Durch die längere Laufzeit können trotz geringerer Beiträge optimale Ergebnisse erzielt werden. Der erste Schritt ist es, die Lücken in der eigenen Altersvorsorge zu erkennen. Hilfreich sind hierbei die jährlichen Mitteilungen über die Berechnung und derzeitige Höhe der Rente durch die gesetzliche Rentenversicherung.
Welche Arten der Vorsorge sinnvoll sind, muss jeder selbst entscheiden beziehungsweise es müssen die Voraussetzungen dafür vorhanden sein. Es gibt die Riester-Rente, die Rürup-Rente, die betriebliche Altersversorgung und die private Altersvorsorge.
Die Riester-Rente wird durch Zulagen und den Sonderausgabenabzug (steuermindernd) staatlich gefördert. Diese Altersvorsorge ist besonders für Arbeitnehmer interessant.
Bei der Rürup-Rente erfolgt keine staatliche Zulage wie bei der Riester-Rente, die Beiträge können aber als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden. Deshalb ist diese Rente für Selbständige und Freiberufler attraktiv.
Riester-Rente und Rürup-Rente sind vor Pfändungen geschützt. Für beide Rentenarten gibt es kein Kapitalwahlrecht (außer bei Riester-Rente 30 % als Einmalzahlung nach Rentenbeginn), dass heißt, dass eine lebenslange monatliche Rentenzahlung Bedingung ist.
Bei der betrieblichen Altersvorsorge wird ein bestimmter Teil des Gehaltes beziehungsweise des Lohnes angelegt. Die Beiträge können jeweils vom Arbeitnehmer oder dem Arbeitgeber allein oder gemeinsam aufgebracht werden. Steuervorteile für den Arbeitnehmer und Einsparungen bei den Sozialausgaben für den Arbeitgeber machen diese Möglichkeit der Altersvorsorge interessant.
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Zum Aufbau der Altersvorsorge können auch private Renten- oder Kapitalversicherungen abgeschlossen oder Wohneigentum erworben werden. Da die Möglichkeiten einer privaten Vorsorge sehr vielfältig sind, sollte vorab eine ausreichende Information und Beratung erfolgen.
Auf jeden Fall solte sich jeder mit der eigenen Privatrente frühzeitig beschäftigen. Durch die unterschiedlichen Lebensziele und Lebenssituationen eines Menschen kann es die allgemeingültige optimale Altersvorsorge nicht geben. Eine individuelle Bedarfsanalyse sollte jeder für sich oder die eigene Familie durchführen lassen.
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